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Über mich und den Zivildienst

 

Hallo!

Ich heiße Yannick Lebert und bin 19 Jahre alt. Ich lebe in Darmstadt und habe gerade mein Abitur gemacht – zumindest den schriftlichen Teil. Ende August 2007 beginne ich meinen Zivildienst, allerdings nicht in Deutschland, sondern in Bolivien!

 

Mein Zivildienst ist offiziell ein „Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland“, welches als Zivildienstersatz anerkannt wird. Es wird organisiert über den Internationalen Christlichen Jugendaustausch (ICJA e.V.).

Den entscheidenden Anstoß ein solches Jahr in Betracht zu ziehen, gab mir die Keniareise im Jahr 2005, die ich mit meinem Vater, seiner Frau und deren Sohn machte. Was ich während dieser Reise sah und erlebte, hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck.Zum ersten Mal in meinem Leben wurde mir so deutlich bewusst, wie grundverschieden sich doch das Leben von Menschen in anderen Kulturen gestalten kann. Dieses Bewusstsein würde ich nun gerne erweitern, statt es mit der Zeit allmählich wieder zu verlieren. Ich denke, dass ein Zivildienst im Ausland in dieser Hinsicht eine Menge bringt. Nur durch Entstehung eines gewissen Alltags, in dem ich alles Neue in Anspruch nehmen kann, mich jedoch genauso an diese Dinge anpassen muss – bin ich der Meinung eine tiefgründige Erfahrung machen zu können, welche über die eines Touristen hinausgeht.

 

Ich bin davon überzeugt, dass interkultureller Austausch in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen wird. Die derzeitige weltweite Bevölkerungsentwicklung, sowie die Verschlechterung der natürlichen ökologischen Bedingungen sind Probleme, die sich nicht mehr alleine in Nationalstaaten lösen lassen. Jedoch kann es nicht das Ziel sein, dass sich nur einige wenige Staaten und internationale Institutionen, motiviert durch ihre eigene Interessen, mit der Problemlösung befassen und vermeintlich sinnvolle Maßnahmen verbreiten. Stattdessen muss es eine Entwicklung geben, die Menschen überall auf dieser Erde gleichermaßen am Lösen solcher Probleme beteiligt und allen die Chance dazu gibt, neue Formen des Zusammenlebens mitzugestalten. Eine Entwicklung, die dazu in der Lage ist, sich kulturellen Begebenheiten und Besonderheiten anzupassen und diese zu respektieren, statt sie rücksichtslos dem Glauben an Fortschritt und Wachstum zu opfern. Eine solche Entwicklung erfordert jedoch eine gewisse Weltoffenheit des Einzelnen, sowie ein Bewusstsein für die Vielzahl an Werten und Lebensweisen von Menschen auf dieser Erde.

 

Ich denke, dass ein konkreter Austausch, wie ich ihn in Form meines Zivildienstes erleben werde, einen bedeutenden Teil zur Schaffung eines solchen Bewusstseins beitragen kann.

 

Allerdings möchte ich diesen Dienst nicht allein aus politischen und gesellschaftlichen Beweggründen machen. Ich freue mich einfach darauf, alles was ich gewohnt bin hinter mir zu lassen und zu schauen wie es ohne diese Dinge geht.

 

Die Dauer des Dienstes beläuft sich etwa auf zwölf Monate. Meine Projektstelle, also der Ort bzw. die Einrichtung in der ich arbeiten werde, steht noch nicht fest. Die Entscheidung liegt dabei auch nicht bei mir. Allerdings wird versucht, dem Zivildienstleistenden eine Stelle zu vermitteln, welche seinen Vorstellungen entspricht. Bei mir ist das die Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen. Ich könnte mir aber auch gut vorstellen in einer Menschenrechtsorganisation mitzuwirken.

In Bolivien arbeiten die Zivis hauptsächlich in den Städten La Paz, Santa Cruz, Cochabamba, Sucre und Potosí. Wohnen werden wir in Zimmern direkt in der Einrichtung. Da sich in Bolivien extremes Hochland (Anden ), Täler und tropisches Tiefland befinden und die Städte in all diesen Gebieten liegen, ist es für mich auch diesbezüglich sehr spannend, wo sich mein Projekt befinden wird.

 

 

Bei meinem Zivildienst mit dem ICJA entstehen Kosten in Höhe von etwa 8.300 Euro. Diese Kosten trägt zum Teil das Projekt, in dem ich arbeite, größtenteils aber der ICJA. Der ICJA ist ein Verein, der hauptsächlich von ehrenamtlicher Mitarbeit getragen wird. Deshalb ist er darauf angewiesen, dass der Zivildienstleistende einen Förderkreis von Personen aufbaut, die ein solches Jahr finanziell unterstützen möchten.

 

Ziel beim Aufbau eines Förderkreises ist es, eine Gruppe von Menschen zu finden, die meinen Freiwilligendienst mit monatlich 300 Euro fördern. Idealtypisch bedeutet dies mindestens 15 Förderer zu finden, die je 20 Euro pro Monat aufbringen. Natürlich würde ich mich ebenso über einen geringeren Betrag freuen.. Sollte die Anzahl von 15 Förderern nicht erreicht werden, ist entscheidend, dass monatlich mindestens 300 Euro zusammenkommen. Die Mindestzahl von Förderern sollte jedoch 10 nicht unterschreiten. Da es sich um eine Spende handelt, kann diese steuerlich geltend gemacht werden. Spendenbescheinigungen werden am Ende des  Jahres ausgestellt.

 

Neben der nicht unerheblichen Mitfinanzierung meines FSJ im Ausland als Zivildienstersatz erfüllt der Förderkreis aber noch eine wichtige andere Funktion: Im Förderkreis finden sich Menschen zusammen, die an meiner Freiwilligenzeit und der ICJA-Arbeit Interesse haben. Damit ist der Förderkreis für mich neben anderen Freiwilligen, den Partnern im Projekt, den Hauptamtlichen von ICJA, Freunden und Familie zu Hause ein möglicher Gesprächspartner ganz eigener Qualität. Neben dem finanziellen Beitrag, den der Förderkreis leistet, regt er zudem durch Anteilnahme an dem, was ich als Freiwilliger erleben werde, meine persönliche Auseinandersetzung mit den neuen Erfahrungen und meine Weiterentwicklung an.

 

 

Ich habe vor auf dieser Internetseite während meines Auslandsaufenthaltes Neugigkeiten und Berichte zu veröffentlichen.

 

Vielen Dank an alle, die mich unterstützen möchten!

Bei Interesse, möchte ich Sie bitten mich zu kontaktieren, um genaueres zu besprechen.


Kontakt:

Yannick Lebert

Nach dem Wieschen 9a

64291 Darmstadt

Tel: 06151 370954 oder 0163 1854726

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